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Corona Diary

4. Mai 2020

Ab heute dürfen Friseure, Museen, Tierparks und Kirchen – unter Einhaltung einiger Hygiene-Vorgaben – wieder öffnen. Die Friseure sind jetzt schon für Wochen ausgebucht, obwohl nach ersten Umfragen erst 10% der Bevölkerung schon einen Friseurtermin haben. So wie es aussieht, werden Friseurtermine das neue Toilettenpapier – also Mangelware.

Mein Optiker des geringsten Misstrauens hat auch ab heute wieder zu den üblichen Geschäftszeiten geöffnet. Da am Wochenende an meiner PC-Brille ein Nasenpuffer abgegangen ist, habe ich mir die Brille reparieren lassen. Die Türe des Geschäfts steht offen, ist aber mit einem Werbeaufsteller versperrt, sodass man nur nach Aufforderung das Geschäft betreten kann. Als ich im Geschäft war und freundlich bedient wurde, schlenderte ein ergrauter Mann (der altersbedingt wohl zur Corona-Risikogruppe gehört) an dem Geschäft vorbei, blieb genau vor der geöffneten Eingangstüre stehen, schaute sich unsicher um, spucke auf den Boden und ging seelenruhig weiter. Der Optiker– mit einem entsetzten Gesichtsausdruck – konnte nur noch stammeln: „Das gibt’s doch nicht, der rotzt da hin!“

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Corona Diary

25. März 2020

Heute habe ich den Frühjahrsputz unterbrochen und einen Ruhetag eingelegt.

Bei sonnigem Wetter und frischen 11°C war ich ein wenig draußen an der frischen Luft und zur Post. Der Einkaufszettel für morgen ist auch schon fertig.

Im Netz habe ich gelesen, dass die Deutschen jetzt während der Corona-Pandemie viermal so viel Seife, dreimal so viel Toilettenpapier und doppelt so viel Mehl, Zucker, Reis und Nudeln als sonst kaufen. Die Konserven- und Brot-Regale in den Supermärkten und Discountern sind auch immer schnell geplündert.

Wenn ich dann morgen einkaufen gehe, hoffe ich, dass wegen des bevorstehenden Monatsendes die Leute kein Geld mehr haben, die Läden leerer und die Regale voller sind.