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Corona Diary

1. August 2020

Das Robert-Koch-Institut befürchtet, dass die zweite Corona-Welle seit Tagen im Anmarsch ist. Hier in NRW hat sich die Anzahl der Neuinfizierten innerhalb weniger Tage verdoppelt und dieser Trend hält (auch in Deutschland und weltweit) an. Die Lockerungen der Corona-Einschränkungen, die Reise- und Urlaubszeit sowie die Sorglosigkeit mancher Leute zeigen Wirkung. In den Urlaubsregionen drängeln sich Kurzurlauber, auf den Partymeilen der Großstädte wird dicht an dicht gefeiert und Corona-Leugner vermischen sich mit Aluhutträgern und Rechtsradikalen bei Demonstrationen in den Innenstädten, und das alles ohne auf den Abstand zu achten und ohne Nasen-Mund-Schutz.

Für mich heißt da umso mehr: immer Abstand halten, oft die Hände waschen und bei mehreren Leuten in geschlossenen Räumen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Wenn ich mich so selber beobachte, stelle ich fest, dass ich durch die Corona-Einschränkungen ein wenig menschenscheu geworden bin.

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Corona Diary

7. Mai 2020

Die Bundesregierung hat ihre Verantwortung zur Bewältigung der Corona-Pandemie an die Bundesländer abgegeben, das Robert-Koch-Institut stellt seine regelmäßigen Pressekonferenzen ein und die Landesregierung lockert fast alle bisher beschlossenen Maßnahmen und appelliert an die Eigenverantwortung der Bevölkerung.

Das geschieht, obwohl die Wissenschaft betont, dass wir immer noch am Anfang dieser Pandemie stehen, weder Impfstoff noch Medikamente zur Verfügung stehen und die Bekämpfung Monate oder vielleicht sogar Jahre dauern wird.  

Es entsteht bei der Bevölkerung der trügerische Eindruck, dass die Pandemie schon fast überstanden ist und jetzt jede Woche mehr „normales Leben“ stattfinden darf. Geschäfte, Cafés, Restaurants, Spielplätze, Sportstudios, Friseure, Schulen, Kitas, Kosmetiksalons, Schwimmbäder, Hotels, Museen, Theater, Kinos usw. – alles ist wieder geöffnet oder soll in absehbarer Zeit geöffnet werden. Sogar die Fußball-Bundesligen kicken wieder in besucherlosen Stadien. Die Bundesländer starten einen „Normalisierungs-Marathon“ und der Bürger soll das dann in Eigenverantwortung regeln. Und wenn die zweite Welle der Pandemie zu stark ausfällt, liegt das nur am Verhalten der Bürger. Denn Eigenverantwortung hat noch nie richtig funktioniert.

Was in den Köpfen der Bürger oft untergeht, ist die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Da war doch noch was mit 1,50 Meter Abstand halten, Hände waschen und Mund-Nasen-Schutz. Denn solange es keinen Impfstoff gibt, wird das Leben nicht so sein, wie wir es vor Corona gewohnt waren.