Kategorien
Corona Diary

10. Juli 2020

Die ersten Weihnachtsmärkte werden abgesagt und die deutschen Partytouristen feiern auf Mallorca, ohne sich an geltende Corona-Regeln zu halten. Der Kommerz geht weiter.

Und hierzulande wird laut darüber nachgedacht, in Geschäften die Maskenpflicht abzuschaffen, damit man wieder lustvoller einkaufen gehen kann.

Kategorien
Corona Diary

15. Juni 2020

Jetzt – nach 3 Monaten Corona-Regeln – ist fast alles (mit Auflagen) wieder geöffnet, außer Diskotheken und Bordelle. Da fragt sich (IMHO zu Recht) Herr Lauterbach von der SPD: „Wer schützt jetzt die vielen Vernünftigen vor den wenigen Verantwortungslosen?“

Weiterhin gilt im öffentlichen Raum generell ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden, wird das Tragen von Alltagsmasken empfohlen. Im ÖPNV und Geschäften sind Masken Pflicht. In den eigenen vier Wänden gibt es keine Einschränkungen. Da muss jeder in Eigenverantwortung handeln. Ob es allerdings im Sinne des Infektionsschutzes sinnvoll ist zu Hause Partys oder Familienfeste zu feiern, mag dahingestellt sein.

Ich werde mich jedenfalls auch weiterhin an ein paar kleine Regeln halten:

  • Kontakte vermeiden und Abstand halten
  • in öffentlichen Innenräumen Mund-Nasen-Schutz tragen
  • regelmäßiges Händewaschen
  • Nies- und Husten-Netiquette beachten

Morgen soll dann auch die Corona-Warn-App veröffentlicht werden, eine Contact-Tracing-App, die dezentral erfasst, welche Smartphones einander nahegekommen sind und so Kontakte im Nachhinein nachverfolgen kann.

Kategorien
Corona Diary

29. Mai 2020

Jetzt leben wir schon einen Monat mit dem Mund-Nasen-Schutz in Bus, Bahn und Geschäften. Und wenn man so die Nachrichten liest, geht es wohl steil aufwärts. Der „Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen“ fordert die Öffnung von Bordellen. Man habe ein entsprechendes Hygienekonzept erarbeitet.

Nachdem ich die letzten 3 Monate (bis auf Discounter, Supermarkt und Arztpraxis) nur zu Hause war, findet jetzt auch wieder der Reha-Sport statt – nicht, wie üblich in einer Schul-Sporthalle, sondern im Vereinsheim des örtlichen Sportvereins. Heute haben wir allerdings wegen des warmen Wetters unter schattigen Bäumen auf dem Sportplatz trainiert. Aus einer Gruppe wurden zwei Gruppen mit je der halben Teilnehmeranzahl gebildet, sodass die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden können.

Kategorien
Corona Diary

9. Mai 2020

Die „verantwortungsvolle Normalität“ hat einen Dämpfer bekommen. Den Leuten sind die Corona-Regeln lästig, sie demonstrieren ohne die Abstandsregeln einzuhalten zusammen mit Nazis und die absurdesten Verschwörungstheorien machen die Runde.

Die Reproduktionszahl ist wieder über 1 gestiegen.

Und jetzt fällt auch noch ganz plötzlich auf, dass in der Fleischindustrie Sklaven den Kapitalismus aufrechterhalten. Vor der Corona-Pandemie war das egal, aber jetzt ist die Ansteckungsgefahr in den menschenunwürdigen Wohnverhältnissen der Sklaven das große Problem.

Kategorien
Corona Diary

7. Mai 2020

Die Bundesregierung hat ihre Verantwortung zur Bewältigung der Corona-Pandemie an die Bundesländer abgegeben, das Robert-Koch-Institut stellt seine regelmäßigen Pressekonferenzen ein und die Landesregierung lockert fast alle bisher beschlossenen Maßnahmen und appelliert an die Eigenverantwortung der Bevölkerung.

Das geschieht, obwohl die Wissenschaft betont, dass wir immer noch am Anfang dieser Pandemie stehen, weder Impfstoff noch Medikamente zur Verfügung stehen und die Bekämpfung Monate oder vielleicht sogar Jahre dauern wird.  

Es entsteht bei der Bevölkerung der trügerische Eindruck, dass die Pandemie schon fast überstanden ist und jetzt jede Woche mehr „normales Leben“ stattfinden darf. Geschäfte, Cafés, Restaurants, Spielplätze, Sportstudios, Friseure, Schulen, Kitas, Kosmetiksalons, Schwimmbäder, Hotels, Museen, Theater, Kinos usw. – alles ist wieder geöffnet oder soll in absehbarer Zeit geöffnet werden. Sogar die Fußball-Bundesligen kicken wieder in besucherlosen Stadien. Die Bundesländer starten einen „Normalisierungs-Marathon“ und der Bürger soll das dann in Eigenverantwortung regeln. Und wenn die zweite Welle der Pandemie zu stark ausfällt, liegt das nur am Verhalten der Bürger. Denn Eigenverantwortung hat noch nie richtig funktioniert.

Was in den Köpfen der Bürger oft untergeht, ist die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Da war doch noch was mit 1,50 Meter Abstand halten, Hände waschen und Mund-Nasen-Schutz. Denn solange es keinen Impfstoff gibt, wird das Leben nicht so sein, wie wir es vor Corona gewohnt waren.