Schlagwort: Politik

12. März 2022

Während die Infektionszahlen aufgrund der ansteckenderen Virusvariante wieder kontinuierlich steigen und neue Höchstwerte erreichen, beraten die Damen und Herren Politiker über die Abschaffung sämtlicher Corona Schutzmaßnahmen. Auch die Maskenpflicht im Einzelhandel (und Läden des täglichen Bedarfs) soll fallen. Das bringt mich arg ins Grübeln.

16. April 2021

Was hat sich nach einem Jahr Pandemie getan?

Politiker sind hilflos und beschäftigen sich überwiegend mit dem Erhalt ihres Hauptjobs und ihrer Nebenjobs und der Egoismus (und/oder die Gleichgültigkeit) vieler Leute hat zugenommen.

Ich habe mal nachgesehen, was ich vor einem Jahr in meinem Corona-Tagebuch geschrieben habe:

15. 3.2020 – Die Corona-Pandemie wird zeigen, ob wir eine solidarische Gesellschaft sind oder nur eine Ansammlung egoistischer Arschlöcher.

13. 4.2020 – Was kann ich daran ändern, wenn die Politik sich dem Druck des Kapitalismus beugt und das öffentliche und wirtschaftliche Leben viel zu schnell wieder zulässt und damit mehr schwere Verläufe der Covid-19 Erkrankungen fördert und unser Gesundheitssystem zusammenbrechen lässt? Ich kann nichts dafür und ich kann es auch nicht ändern. Ich kann auch nicht verhindern, selber krank zu werden (und evtl. zu sterben) oder andere anzustecken (und evtl. zu töten). Ich kann nur Abstand halten und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Mehr geht nicht.

1.5.2020 – Ich habe den Eindruck, dass der Egoismus der Leute sich lieber von Emotionen statt von gesicherten Fakten leiten lässt. Da tritt zwangsweise das solidarische Miteinander in den Hintergrund und die unterschiedlichsten Gruppen in der Gesellschaft werden gegeneinander ausgespielt. Diese menschlichen Eigenschaften, die aufkommende Profilierungssucht mancher Politiker und der Herdentrieb der Menschen beunruhigen mich zurzeit mehr, als das Coronavirus.

Das Einzigste, was sich seitdem verändert hat: Es gibt mehrere Impfstoffe und die Impf-Kampagne läuft. Bis allerdings 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung geimpft sind – damit die Impfungen Wirkung zeigen – wird es wohl noch einige Monate dauern und es sieht so aus, dass die Impfung dann jedes Jahr aufgefrischt werden muss.

Die 3. Welle, in der wir uns befinden, ist durch die Mutationen zu einer neuen – noch größeren – Pandemie geworden.

Die gesellschaftlichen Versäumnisse der Vergangenheit werden durch die Pandemie immer sichtbarer. Es ist Zeit, dass auch jeder Einzelne den Ernst der Lage wahrnimmt und seinen/ihren Teil zur Überwindung der Pandemie beiträgt.

23. März 2021

Vor einem Jahr hatten wir den ersten Lockdown und Kontaktbeschränkungen. Toilettenpapier, Nudeln, Mehl und Hefe wurden knapp. Der Egoismus der Leute wurde immer deutlicher sichtbar.

Und heute Nacht – genau ein Jahr später – haben die Damen und Herren Politiker den Lockdown light bis Mitte April verlängert und ein bisschen die Notbremse gezogen. Aber nur zögerlich und auch nicht sofort, sondern erst in knapp 1 ½ Wochen zu Ostern. Jetzt müssen nur noch das Coronavirus-Varianten überzeugt werden bis Ostern eine Pause einzulegen, damit die „Notbremse“ auch funktioniert.

Die freiwillige „erweiterte Ruhezeit“ zu Ostern und der Apell der Politik über Ostern zuhause zu bleiben, fordert wieder die Eigenverantwortung der Menschen voraus. Und das mit der Eigenverantwortung hat schon über ein Jahr nicht so richtig funktioniert. Die Menschen machen alles das, was nicht ausdrücklich verboten ist. Und Karsamstag ist der Lebensmitteleinzelhandel geöffnet. Da geht noch was.

1. März 2021

Nachdem die Schulen und Kitas schon wieder eine Woche geöffnet sind, öffnen heute auch die Friseure unter Hygieneauflagen und nur mit Terminvorbestellung. Die ersten Salons haben schon seit Mitternacht geöffnet. Währenddessen ringt die Politik um weitere Öffnungen des Einzelhandels und Lockerungen der Kontaktbeschränkungen. Doch ungeachtet dieses parteipolitischen Geplänkels (2021 ist Bundestagswahl und mehrere Landtagswahlen) breiten sich die Mutationen des Virus vermehrt aus und die Reproduktionszahl steigt wieder. Das sonnige Wetter treibt die Menschen unbekümmert und in Massen auf die Promenaden und Grünflächen, oft ohne Abstand und Maske. Das mutierte Virus freut sich unterdessen und verbreitet sich wieder schneller.

Die Organisation der Impfungen und die technische Ausstattung der Gesundheitsämter sind gelinde gesagt unter aller Sau. Manche Menschen nehmen ihren Impftermin nicht wahr, weil sie lieber mit einem anderen Impfstoff geimpft werden wollen und einige Gesundheitsämter installieren zwar eine bundesweit eingesetzte Software, aber benutzen weiterhin Faxgerät und Exceltabelle zur Kontaktverfolgung. Es ist schon grotesk, wenn Dokumente mit einem Faxgerät versendet und nach Empfang dann wieder eingescannt werden.

Und die Gastronomie, der Handel, die Fitness- und Reisebranche usw. fordern eine sofortige Lockerung aller Einschränkungen. Die Politik wird schon auf die, die am lautesten schreien, hören. Bei den Friseuren hat es ja auch geklappt und Wahlkampf der Parteien um die Gunst der Wähler ist im vollen Gange.

Es ist frustrierend, wie egoistisch die Gesellschaft ist und wie schlecht es um die Digitalisierung in Deutschland bestellt ist. Es werden immer mehr gesellschaftliche und politische Versäumnisse der Vergangenheit sichtbar. Kurz gesagt, wir – die Gesellschaft und die Politik – haben es verkackt. Jetzt schaut jeder auf die sich anbahnende dritte (und vierte, fünfte …) Welle.

8. Dezember 2020

Die Zahlen steigen wieder. In Duisburg sind die Intensivstationen der Krankenhäuser zu über 90 % belegt.

Es wird in der Politik heiß diskutiert, noch vor Weihnachten neben Gastronomie und Kultur auch alle Geschäfte (außer Lebensmittelläden) zu schließen und eine nächtliche Ausgangssperre zu verhängen.

22. November 2020

Mittlerweile wird es im Gesundheitswesen immer enger. Die Intensiv-Stationen der Krankenhäuser stoßen allmählich an ihre Grenzen, die Zahl der Infizierten ist nach wie vor sehr hoch und die Todesfälle auf Grund von Covid-19 steigen. Das größte Problem ist das fehlende Fachpersonal im Gesundheitswesen. Es zeigt sich hier (und auch im Rest der Wirtschaft), dass den (nur kaufmännisch denkenden) Lenkern so langsam das Fachpersonal ausgeht. Jetzt, in der Pandemie, wird der wahre Zustand unserer Gesellschaft sichtbar.

Mein persönliches Fazit:

Wir befinden uns in einer zeitlich nicht absehbaren Krise. Politik, Verwaltung und Bevölkerung sind mit der Bewältigung dieser Krise überfordert. Viele Menschen sind zu bequem, zu dumm und/oder zu egoistisch, die Tragweite der Corona-Pandemie zu erkennen.

Das Jahr 2020 ist nur das Training für das Jahr 2021.

26. Oktober 2020

Die Nachverfolgung der Infektionsketten durch die Gesundheitsämter stößt immer mehr an ihre Grenzen. Das Virus verbreitet sich unkontrolliert in einer immer schnelleren Geschwindigkeit und die Leute hamstern wieder Toilettenpapier.

Wenn ich mir das ganze Geschehen rund um Corona, Politiker und Mitmenschen so ansehe, befürchte ich, dass uns die Pandemie nicht nur das ganze Jahr 2021, sondern auch noch 2022 begleiten wird. Selbst wenn ein Impfstoff verfügbar ist, ist das Virus noch lange nicht besiegt.

Ich stelle mich jedenfalls für einen längeren Zeitraum darauf ein, Kontakte zu vermeiden, Abstand zu halten, eine Mund-Nasenbedeckung zu tragen und denke selbstverständlich auch an regelmäßiges Händewaschen und Lüften.

14. April 2020

Die Politik betont vehement, dass die Corona Risikogruppe (Ältere und chronisch Kranke) nicht separiert (weggesperrt) werden soll. Die Vergangenheit lehrt uns jedoch, je lauter etwas dementiert wird, um so eher wird es umgesetzt. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Wenn man dann dazu betrachtet, wie die Seniorenresidenzen (Altenheime) zu Hotspots von Covid-19 werden und die dort eingesperrten betagten Menschen wie die Fliegen sterben, wird mir Angst und Bange.

Dann lieber (freiwillig) alleine in der eigenen Kemenate und nur zum einkaufen und Luft schnappen (unter Beachtung der Abstandsregeln und evtl. einer Mund-Nasen-Schutzmaske) in die Öffentlichkeit.

13. April 2020

Die Ostertage ganz alleine zuhause zu verbringen ist – mit Verlaub gesagt – Shayce. Aber wenigstens bin ich mit der Liebsten in Gedanken und über das Telefon verbunden. Das Negative an der ganzen Sache, sind die Gedanken die in einem hochkommen.

Zu Zeiten der Corona Pandemie bleibt einem wohl nichts anderes übrig, als Dinge zu akzeptieren, wie sie sind.

Was kann ich daran ändern, wenn die Politik sich dem Druck des Kapitalismus beugt und das öffentliche und wirtschaftliche Leben viel zu schnell wieder zu lässt und damit mehr schwere Verläufe der Covid-19 Erkrankungen fördert und unser Gesundheitssystem zusammenbrechen lässt? Ich kann nichts dafür und ich kann es auch nicht ändern.

Ich kann auch nicht verhindern, selber krank zu werden (und evtl. zu sterben) oder andere anzustecken (und evtl. zu töten). Ich kann nur Abstand halten und nach Möglichkeit zuhause bleiben. Mehr geht nicht.