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Corona Diary

16. April 2020

Der städtische Recyclinghof im Heimatkaff hat nach Ostern wieder geöffnet. Es konnten vorher zwar Grünschnitt entsorgt werden, aber nichts anderes. Und jetzt ist jeden Tag auf dem Zufahrtsweg der große Stau – aus beiden Richtungen.

Ich habe – vor der Coronakrise – auch meinen Keller aufgeräumt und einige Dinge zum Entsorgen zusammengestellt. Mit dem Entsorgen im Recyclinghof warte ich jedoch noch einige Zeit. Irgendwann wird der Zustrom nachlassen.

Nächste Woche dürfen dann auch (unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln) die kleineren Geschäfte sowie Autohäuser, Buchläden und Möbelgeschäfte wieder öffnen. Da lasse ich mich mal überraschen, ob der Massenansturm sich von den Recyclinghöfen zu Ikea verlagert.

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13. April 2020

Die Ostertage ganz alleine zuhause zu verbringen ist – mit Verlaub gesagt – Shayce. Aber wenigstens bin ich mit der Liebsten in Gedanken und über das Telefon verbunden. Das Negative an der ganzen Sache, sind die Gedanken die in einem hochkommen.

Zu Zeiten der Corona Pandemie bleibt einem wohl nichts anderes übrig, als Dinge zu akzeptieren, wie sie sind.

Was kann ich daran ändern, wenn die Politik sich dem Druck des Kapitalismus beugt und das öffentliche und wirtschaftliche Leben viel zu schnell wieder zu lässt und damit mehr schwere Verläufe der Covid-19 Erkrankungen fördert und unser Gesundheitssystem zusammenbrechen lässt? Ich kann nichts dafür und ich kann es auch nicht ändern.

Ich kann auch nicht verhindern, selber krank zu werden (und evtl. zu sterben) oder andere anzustecken (und evtl. zu töten). Ich kann nur Abstand halten und nach Möglichkeit zuhause bleiben. Mehr geht nicht.

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11. April 2020

Vorigen Monat habe ich mich zuletzt rasiert. Das ist jetzt 3 Wochen her und ich habe beschlossen, dass während der Corona-Pandemie mein Bartwuchs munter sprießen darf. Nur etwaige Korrekturen mit der Barschneidemaschine lasse ich zu.

Dieses Jahr Ostern wird anders als all die Jahre davor. Ostern bin ich alleine in meiner kleinen Kemenate, ohne meine Liebste. Wir telefonieren zwar täglich, aber das ersetzt keine gemeinsame Aktivitäten.

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7. April 2020

Für den heutigen Tag war ursprünglich ein Friseur-Termin vorgesehen. Da wegen der Coronakrise die Friseure aber geschlossen haben, lasse ich jetzt Haar und Bart einfach wachsen. Je länger die Pandemie dauert, um so länger werden die Haare und der Bart.

Bevor alle anderen die Getränkemärkte wegen Ostern stürmen, habe ich heute Vormittag meinen Wasservorrat aufgefüllt und 4 Kästen Mineralwasser käuflich erworben. Nebenbei habe ich noch das Altglas in den Container entsorgt und Lotto für die nächsten 5 Wochen abgegeben.

Was mir beim Einkaufen mit den Einschränkungen des Abstand Haltens während der Coronakrise besonders auffällt, sind die doofen, renitenten Rentner. Die stellen sich, um ein Pläuschchen miteinander zu halten, so vor die Einkaufswagen-Abstellfläche, dass kein Mensch mehr einen Einkaufswagen nehmen kann ohne die Abstandsregeln zu verletzten. Oder sie stehen in einer größeren Gruppe mitten im Eingangsbereich, so dass keiner mehr vorbeikommt. Und wenn dann jemand höflich darum bittet, doch bitte Platz zu machen, regen sich diese doofen, renitenten Rentner lautstark schimpfend auf.

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6. April 2020

Da das nächste Wochenende Ostern ist und ich meist azyklisch agiere, kaufe ich schon heute – am Montag davor – für die Feiertage ein.

Gestern habe ich per eMail ein Rezept bei meinem Hausarzt bestellt. Das wollte ich mittags abholen, aber die Praxis hat während der jetzigen Coronakrise die Öffnungszeiten geändert. Also bin ich nachmittags nochmal zur Praxis gefahren, habe das Rezept abgeholt und in der neben der Arztpraxis liegenden Apotheke eingelöst.