Schlagwort: Lockerungen

8. März 2021

Der Lockdown wird bis zum 28. März mit einem Stufenplan verlängert, der Lockerungen für Handel, Sport und Kultur vorsieht – ein Tanz auf dünnem Eis. Buchhandlungen, Blumengeschäfte, Schreibwarenläden und Gartenmärkte dürfen schon jetzt wieder öffnen. Bei NRW-Inzidenz unter 100 dürfen auch alle anderen Einzelhandelsgeschäfte wieder aufmachen. Einkaufen ist allerdings nur nach vorheriger Terminvergabe und mit begrenzter Kundenzahl möglich. Unter einem NRW-Inzidenzwert von 50 entfällt die vorherige Terminvergabe im Einzelhandel und die Außengastronomie darf (frühestens ab 22. März) wieder öffnen. In allen geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr muss eine medizinische Maske getragen werden. Für mich persönlich ändert sich da nichts – ich warte noch immer darauf, dass ich einen Impftermin buchen kann. Wann das ist, ist höchst ungewiss. Obwohl Testen und Impfen angesagt ist, sind zu wenig Tests und Impfdosen verfügbar.

Nach dem heutigen Stand kann ich frühestens Ende April / Anfang Mai einen Corona-Impftermin buchen. Realistisch betrachtet heißt das, dass ich (zur Risikogruppe und Impfgruppe 2 gehörend) vielleicht noch in diesem Jahr geimpft werde. Und das vor dem Hintergrund, dass die WHO (Weltgesundheitsorganisation) das Ende der Pandemie in diesem Jahr für unwahrscheinlich hält. Dann wird wohl die Corona-Impfung jedes Jahr (wie die Grippe-Impfung) bei jedem neu aufgefrischt werden.

Ach, übrigens, der Inzidenzwert heute liegt bei 65,8 in ganz NRW und bei 87,8 in Duisburg bei einer Reproduktion von über 1 in NRW.

1. August 2020

Das Robert-Koch-Institut befürchtet, dass die zweite Corona-Welle seit Tagen im Anmarsch ist. Hier in NRW hat sich die Anzahl der Neuinfizierten innerhalb weniger Tage verdoppelt und dieser Trend hält (auch in Deutschland und weltweit) an. Die Lockerungen der Corona-Einschränkungen, die Reise- und Urlaubszeit sowie die Sorglosigkeit mancher Leute zeigen Wirkung. In den Urlaubsregionen drängeln sich Kurzurlauber, auf den Partymeilen der Großstädte wird dicht an dicht gefeiert und Corona-Leugner vermischen sich mit Aluhutträgern und Rechtsradikalen bei Demonstrationen in den Innenstädten, und das alles ohne auf den Abstand zu achten und ohne Nasen-Mund-Schutz.

Für mich heißt da umso mehr: immer Abstand halten, oft die Hände waschen und bei mehreren Leuten in geschlossenen Räumen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Wenn ich mich so selber beobachte, stelle ich fest, dass ich durch die Corona-Einschränkungen ein wenig menschenscheu geworden bin.