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Corona Diary

26. November 2020

So, nun ist es amtlich. Der Teil-Lockdown – der zunächst bis Ende November galt – wird verlängert. Bis Weihnachten bleiben weite Teile des öffentlichen Lebens geschlossen und private Zusammenkünfte werden weiter verschärft. Das sind überwiegend Maßnahmen, die nur schwer bis gar nicht kontrolliert werden können. In Geschäften dürfen sich weniger Personen aufhalten und die Pflicht zum Tragen eines Mund-/Nasenschutzes wird ausgeweitet. Die Weihnachtsferien werden verlängert und bis dahin wird ein sogenannter Hybrid-Unterricht mit kleineren Kassen möglich sein. Für die Feiertage vom 23. Dezember bis 1. Januar sind Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen vorgesehen, es soll sich aber nur der engste Familien- oder Freundeskreis treffen.

Im Endeffekt geht es – meines Erachtens – in erster Linie ums Geld. Deshalb hat dieser verlängerte Teil-Lockdown auch nur relativ milde Verbote (gegenüber dem restlichen Europa um uns herum). In Deutschland setzt die Politik zunächst auf die Eigenverantwortung, Geduld, Solidarität und Disziplin eines jeden Einzelnen.

Da bleibt für mich nichts anderes übrig, als noch mehr das Verhalten meiner Mitmenschen im Blick zu haben und auf soziale Kontakte zu verzichten. Also bleibe ich weiterhin überwiegend zu Hause, gehe nur zu verkehrsarmen Zeiten mit genügend Abstand zu anderen Menschen einkaufen oder spazieren und habe ansonsten – bis auf erforderliche Arztbesuche – keinerlei persönliche Kontakte zu anderen Menschen. Bis auf Weihnachten und Silvester, da bin ich (nach 3 Monaten) wieder mit der Liebsten zusammen.

Mitte Januar nächsten Jahre werden wir dann an den Corona-Zahlen sehen, wie es mit der Eigenverantwortung, Solidarität und Disziplin der Menschen über die Feiertage ausgesehen hat. Ich befürchte, dass dann die Zahlen in die Höhe geschnellt sind und der erste richtige Lockdown ausgerufen wird.

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Corona Diary

2. November 2020

Es gibt wieder (zunächst bis Ende November) einen sogenannten Teil-Lockdown – das öffentliche Leben in ganz Deutschland wird massiv heruntergefahren und es werden Kontaktbeschränkungen verordnet. In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Angehörige zweier Haushalte treffen und touristische Übernachtungen sind verboten.

Geschlossen sind: Gastronomiebetriebe, Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen, Messen, Kinos, Freizeitparks, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen, Bordelle, Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbäder, Fitnessstudios, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios.

Weiterhin geöffnet sind: Einzelhandel, Schulen, Kindergärten, Gottesdienste, Physiotherapeuten, Friseure.

Dieses Jahr wird Weihnachten wahrscheinlich anders als all die Jahre davor. Schon Ostern waren die Liebste und ich schon wegen der Coronakrise nicht zusammen. Wir telefonieren zwar täglich miteinander, aber das ersetzt keine Nähe.

O-Ton Bundeskanzlerin Angelika Merkel: „Wenn wir im November alle sehr vernünftig sind, dann werden wir uns mehr Freiheiten zu Weihnachten erlauben können. Für Treffen von »Kernfamilien« gebe es Vorschläge für Vorsichtsmaßnahmen wie eine Vor-Quarantäne, das müsse man dann sehen. Es wird ein Weihnachten unter Corona-Bedingungen sein, aber es soll kein Weihnachten in Einsamkeit sein.“

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24. Juni 2020

Die Landesbehörden haben ihre eigenen Beschlüsse nicht oder nur sehr zögerlich befolgt und erst auf Druck der Öffentlichkeit einen Lockdown rund um die Fleischfabrik Tönnies angeordnet. Jetzt gelten in zwei Landkreisen in NRW wieder Kontaktbeschränkungen, Schulschließungen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Alle warnen von der zweiten Corona-Welle. Erste Länder warnen vor Reisen in Teile von NRW und Reiseländer weisen Gäste aus den zwei NRW Lockdown Kreisen ab. Das Wort „Beherbergungsverbot“ macht die Runde. Die Gesellschaft spaltet sich noch mehr, als sie es ohnehin schon ist.

Weihnachten zur dritten Corona-Welle, wenn sich das Virus wegen der niedrigen Temperaturen besonders wohlfühlt, sind die Einsichtigen dann brav alleine zu Hause und die Verantwortungslosen rebellieren in Massen auf den Straßen. Vielleicht merken die Menschen dann, dass uns das Virus nicht Monate, sondern Jahre beschäftigen wird und dass das gesellschaftliche Leben sich dadurch grundsätzlich verändern wird.