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Corona Diary

18. September 2020

Vor genau einem halben Jahr warnte unsere Kanzlerin Angela Merkel in einer Fernsehansprache eindringlich vor der Corona-Pandemie und es treten Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote in Kraft.

Heute ist noch immer kein Impfstoff gegen das Virus in Sicht und so wie es aussieht, werden wir für nicht absehbare Zeit weiterhin Abstand halten und einen Mund-/Nasenschutz im ÖPNV und in öffentlichen Innenräumen tragen müssen.

Um uns herum (sowohl in Europa als auch im Rest der Welt) erreichen die Zahlen der Infizierten neue Höchstwerte und es werden erneut Lockdowns verordnet und in Deutschland hinkt der Anstieg der Neuinfektionen rund 14 Tage hinterher.

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Corona Diary

7. Mai 2020

Die Bundesregierung hat ihre Verantwortung zur Bewältigung der Corona-Pandemie an die Bundesländer abgegeben, das Robert-Koch-Institut stellt seine regelmäßigen Pressekonferenzen ein und die Landesregierung lockert fast alle bisher beschlossenen Maßnahmen und appelliert an die Eigenverantwortung der Bevölkerung.

Das geschieht, obwohl die Wissenschaft betont, dass wir immer noch am Anfang dieser Pandemie stehen, weder Impfstoff noch Medikamente zur Verfügung stehen und die Bekämpfung Monate oder vielleicht sogar Jahre dauern wird.  

Es entsteht bei der Bevölkerung der trügerische Eindruck, dass die Pandemie schon fast überstanden ist und jetzt jede Woche mehr „normales Leben“ stattfinden darf. Geschäfte, Cafés, Restaurants, Spielplätze, Sportstudios, Friseure, Schulen, Kitas, Kosmetiksalons, Schwimmbäder, Hotels, Museen, Theater, Kinos usw. – alles ist wieder geöffnet oder soll in absehbarer Zeit geöffnet werden. Sogar die Fußball-Bundesligen kicken wieder in besucherlosen Stadien. Die Bundesländer starten einen „Normalisierungs-Marathon“ und der Bürger soll das dann in Eigenverantwortung regeln. Und wenn die zweite Welle der Pandemie zu stark ausfällt, liegt das nur am Verhalten der Bürger. Denn Eigenverantwortung hat noch nie richtig funktioniert.

Was in den Köpfen der Bürger oft untergeht, ist die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Da war doch noch was mit 1,50 Meter Abstand halten, Hände waschen und Mund-Nasen-Schutz. Denn solange es keinen Impfstoff gibt, wird das Leben nicht so sein, wie wir es vor Corona gewohnt waren.

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Corona Diary

31. März 2020

Irgendwie bin ich froh, dass ich wenigstens keine Existenzängste während dieser Coronakrise haben muss. Heute – am Ultimo – sind alle meine Altersbezüge eingegangen.

Andersrum macht es mir Sorgen weil ich auf Grund meiner Vorerkrankungen und meines Alters zu der Risikogruppe gehöre und die Pandemie (rein rechnerisch) noch monatelang dauert. Meine Tochter, die gerade eine schwere Krankheit überwunden hat, und meine Ex, die in ihrem Haushalt lebt, gehören auch zur Risikogruppe.

Diese Sorgen werden mir wohl erst genommen, wenn endlich ein Impfstoff gegen das Coronavirus gefunden ist.