Schlagwort: Impfstoff

15. Mai 2021

Heute war mein Termin für die zweite Corona-Impfung. Das Taxi, dass ich gestern bestellt habe, war pünktlich um 8:15 Uhr da und fuhr mich zum Impfzentrum der Stadt. Dort bekam ich ohne Wartezeit meine zweite Impfung mit Comirnaty verabreicht. Um 9:30 Uhr war ich schon wieder zu Hause.

In zwei Wochen, wenn der Impfschutz vollständig aufgebaut ist, gehöre ich dann zum erlauchten Kreis der vollständig Geimpften.

7. April 2021

Es ändert sich fast täglich etwas. Nachdem die Hausärzte jetzt auch impfen (und über die Bürokratie schimpfen) meldet die Tagesschau:

Eine für Ende April geplante Lieferung von mehreren Hunderttausend Impfdosen des Unternehmens Moderna fällt offenbar aus. Da auch AstraZeneca kurzfristig weniger liefere, müsse die Lücke mit BioNTech geschlossen werden. Allerdings laufe die Produktion bei BioNTech bereits auf Hochtouren. Da wir kaum Reserven haben, zugleich aber Dutzende Impftermine bereits für die nächsten Wochen gebucht sind, kommen wir in Schwierigkeiten. Womöglich müssen nun Impftermine storniert werden.

Hoffentlich bleibt mein Termin für die zweite Impfung bestehen.

3. April 2021

Das Taxi, dass ich schon gestern bestellt habe, war pünktlich. Damit ging es zum Impfzentrum der Stadt und mir wurde die erste Impfung mit Comirnaty verabreicht. Nach einer Stunde war ich schon wieder zu Hause. Ich habe dann erstmal ein zweites Frühstück zu mir genommen und ein wenig Schlaf nachgeholt. Heute Nacht hatte ich nämlich ziemlich unruhig geschlafen.

16. März 2021

Die Corona-Reproduktionszahl ist weit über 1 und die  7-Tage-Inzidenz steigt täglich immer rasanter in ungeahnte Höhen. Ein Impfstoff ist wegen befürchteter Nebenwirkungen ausgesetzt worden und Impftermine wurden abgesagt. Es werden (wegen Schwierigkeiten der Lieferketten der Impfstoffrohstoffe) zu wenige Impfdosen produziert und geliefert. Und es ist nicht abzusehen, wann genug Impfdosen zur Verfügung stehen.

Das Licht am Ende des Tunnels, dass so viele Leute gesehen haben, entpuppt sich als ein Zug, der auf uns zufährt.

Dann werde ich wohl das zweite Jahr Ostern ohne meine Liebste verbringen. Wir telefonieren zwar täglich, aber das ersetzt keine gemeinsamen Aktivitäten.

1. März 2021

Nachdem die Schulen und Kitas schon wieder eine Woche geöffnet sind, öffnen heute auch die Friseure unter Hygieneauflagen und nur mit Terminvorbestellung. Die ersten Salons haben schon seit Mitternacht geöffnet. Währenddessen ringt die Politik um weitere Öffnungen des Einzelhandels und Lockerungen der Kontaktbeschränkungen. Doch ungeachtet dieses parteipolitischen Geplänkels (2021 ist Bundestagswahl und mehrere Landtagswahlen) breiten sich die Mutationen des Virus vermehrt aus und die Reproduktionszahl steigt wieder. Das sonnige Wetter treibt die Menschen unbekümmert und in Massen auf die Promenaden und Grünflächen, oft ohne Abstand und Maske. Das mutierte Virus freut sich unterdessen und verbreitet sich wieder schneller.

Die Organisation der Impfungen und die technische Ausstattung der Gesundheitsämter sind gelinde gesagt unter aller Sau. Manche Menschen nehmen ihren Impftermin nicht wahr, weil sie lieber mit einem anderen Impfstoff geimpft werden wollen und einige Gesundheitsämter installieren zwar eine bundesweit eingesetzte Software, aber benutzen weiterhin Faxgerät und Exceltabelle zur Kontaktverfolgung. Es ist schon grotesk, wenn Dokumente mit einem Faxgerät versendet und nach Empfang dann wieder eingescannt werden.

Und die Gastronomie, der Handel, die Fitness- und Reisebranche usw. fordern eine sofortige Lockerung aller Einschränkungen. Die Politik wird schon auf die, die am lautesten schreien, hören. Bei den Friseuren hat es ja auch geklappt und Wahlkampf der Parteien um die Gunst der Wähler ist im vollen Gange.

Es ist frustrierend, wie egoistisch die Gesellschaft ist und wie schlecht es um die Digitalisierung in Deutschland bestellt ist. Es werden immer mehr gesellschaftliche und politische Versäumnisse der Vergangenheit sichtbar. Kurz gesagt, wir – die Gesellschaft und die Politik – haben es verkackt. Jetzt schaut jeder auf die sich anbahnende dritte (und vierte, fünfte …) Welle.

3. Januar 2021

Die Weihnachtstage habe ich mit der Liebsten in der Ferienwohnung verbracht. Wir hatten uns wegen Corona schon 3 Monate nicht mehr persönlich gesehen und hatten uns deshalb viel zu erzählen. Den Jahreswechsel haben wir zu zweit mit Musik, Sekt und alkoholfreiem Gerstensaft in der Stadtwohnung gefeiert – ohne Böller und ohne Raketen, wie jedes Jahr.

Am 2. Weihnachtstag und in den Folgetagen sind die ersten Hochbetagten sowie Pflegekräfte in den Altenheimen gegen Corona geimpft worden. Die Impfzentren der Städte und Kreise sind ja schon seit Mitte Dezember 2020 einsatzbereit. Die Produktion und Verteilung der Impfstoffe läuft so langsam an.

Jetzt warten alle auf verlässliche Zahlen, wie sich das Pandemiegeschehen über die Feiertage und den Jahreswechsel entwickelt hat. Der seit Mitte Dezember verkündete Lockdown war ja bis zum 10. Januar begrenzt. Nach dem, was bisher bekannt ist, wird der Lockdown aber verlängert. Es fragt sich nur, wie lange. Wenn ich das ganze Drumherum und das Verhalten der Leute so betrachte, wird der Lockdown wohl bis in den Mai hinein vonnöten sein.

18. September 2020

Vor genau einem halben Jahr warnte unsere Kanzlerin Angela Merkel in einer Fernsehansprache eindringlich vor der Corona-Pandemie und es treten Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote in Kraft.

Heute ist noch immer kein Impfstoff gegen das Virus in Sicht und so wie es aussieht, werden wir für nicht absehbare Zeit weiterhin Abstand halten und einen Mund-/Nasenschutz im ÖPNV und in öffentlichen Innenräumen tragen müssen.

Um uns herum (sowohl in Europa als auch im Rest der Welt) erreichen die Zahlen der Infizierten neue Höchstwerte und es werden erneut Lockdowns verordnet und in Deutschland hinkt der Anstieg der Neuinfektionen rund 14 Tage hinterher.

7. Mai 2020

Die Bundesregierung hat ihre Verantwortung zur Bewältigung der Corona-Pandemie an die Bundesländer abgegeben, das Robert-Koch-Institut stellt seine regelmäßigen Pressekonferenzen ein und die Landesregierung lockert fast alle bisher beschlossenen Maßnahmen und appelliert an die Eigenverantwortung der Bevölkerung.

Das geschieht, obwohl die Wissenschaft betont, dass wir immer noch am Anfang dieser Pandemie stehen, weder Impfstoff noch Medikamente zur Verfügung stehen und die Bekämpfung Monate oder vielleicht sogar Jahre dauern wird.  

Es entsteht bei der Bevölkerung der trügerische Eindruck, dass die Pandemie schon fast überstanden ist und jetzt jede Woche mehr „normales Leben“ stattfinden darf. Geschäfte, Cafés, Restaurants, Spielplätze, Sportstudios, Friseure, Schulen, Kitas, Kosmetiksalons, Schwimmbäder, Hotels, Museen, Theater, Kinos usw. – alles ist wieder geöffnet oder soll in absehbarer Zeit geöffnet werden. Sogar die Fußball-Bundesligen kicken wieder in besucherlosen Stadien. Die Bundesländer starten einen „Normalisierungs-Marathon“ und der Bürger soll das dann in Eigenverantwortung regeln. Und wenn die zweite Welle der Pandemie zu stark ausfällt, liegt das nur am Verhalten der Bürger. Denn Eigenverantwortung hat noch nie richtig funktioniert.

Was in den Köpfen der Bürger oft untergeht, ist die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Da war doch noch was mit 1,50 Meter Abstand halten, Hände waschen und Mund-Nasen-Schutz. Denn solange es keinen Impfstoff gibt, wird das Leben nicht so sein, wie wir es vor Corona gewohnt waren.

31. März 2020

Irgendwie bin ich froh, dass ich wenigstens keine Existenzängste während dieser Coronakrise haben muss. Heute – am Ultimo – sind alle meine Altersbezüge eingegangen.

Andersrum macht es mir Sorgen weil ich auf Grund meiner Vorerkrankungen und meines Alters zu der Risikogruppe gehöre und die Pandemie (rein rechnerisch) noch monatelang dauert. Meine Tochter, die gerade eine schwere Krankheit überwunden hat, und meine Ex, die in ihrem Haushalt lebt, gehören auch zur Risikogruppe.

Diese Sorgen werden mir wohl erst genommen, wenn endlich ein Impfstoff gegen das Coronavirus gefunden ist.