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Corona Diary

29. Mai 2020

Jetzt leben wir schon einen Monat mit dem Mund-Nasen-Schutz in Bus, Bahn und Geschäften. Und wenn man so die Nachrichten liest, geht es wohl steil aufwärts. Der „Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen“ fordert die Öffnung von Bordellen. Man habe ein entsprechendes Hygienekonzept erarbeitet.

Nachdem ich die letzten 3 Monate (bis auf Discounter, Supermarkt und Arztpraxis) nur zu Hause war, findet jetzt auch wieder der Reha-Sport statt – nicht, wie üblich in einer Schul-Sporthalle, sondern im Vereinsheim des örtlichen Sportvereins. Heute haben wir allerdings wegen des warmen Wetters unter schattigen Bäumen auf dem Sportplatz trainiert. Aus einer Gruppe wurden zwei Gruppen mit je der halben Teilnehmeranzahl gebildet, sodass die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden können.

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Corona Diary

4. Mai 2020

Ab heute dürfen Friseure, Museen, Tierparks und Kirchen – unter Einhaltung einiger Hygiene-Vorgaben – wieder öffnen. Die Friseure sind jetzt schon für Wochen ausgebucht, obwohl nach ersten Umfragen erst 10% der Bevölkerung schon einen Friseurtermin haben. So wie es aussieht, werden Friseurtermine das neue Toilettenpapier – also Mangelware.

Mein Optiker des geringsten Misstrauens hat auch ab heute wieder zu den üblichen Geschäftszeiten geöffnet. Da am Wochenende an meiner PC-Brille ein Nasenpuffer abgegangen ist, habe ich mir die Brille reparieren lassen. Die Türe des Geschäfts steht offen, ist aber mit einem Werbeaufsteller versperrt, sodass man nur nach Aufforderung das Geschäft betreten kann. Als ich im Geschäft war und freundlich bedient wurde, schlenderte ein ergrauter Mann (der altersbedingt wohl zur Corona-Risikogruppe gehört) an dem Geschäft vorbei, blieb genau vor der geöffneten Eingangstüre stehen, schaute sich unsicher um, spucke auf den Boden und ging seelenruhig weiter. Der Optiker– mit einem entsetzten Gesichtsausdruck – konnte nur noch stammeln: „Das gibt’s doch nicht, der rotzt da hin!“