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Corona Diary

2. Juni 2020

Heute habe ich mir zum ersten Mal im Leben die Haare selbst geschnitten – entstanden ist eine mit einer Bartschneidemaschine gezauberte „moderne“ 3 mm Kurzhaarfrisur. Es bedarf schon einiger Verrenkungen vor dem Badezimmerspiegel, um den Nacken auszurasieren und die Ohrhaare zu entfernen. Dafür ging der – in den letzten 3 Monaten gewachsenen Bart – bedeutend besser ab. Jetzt sieht er wieder wie ein ordentlicher 3-Tage-Bart aus.

In den vergangenen Pfingsttagen habe ich bei sonnigem Wetter eine Fototour mit meinem Tricycle-Pedelec durch’s Heimatkaff unternommen und beim anschließenden Kaffeetrinken im Stamm-Biergarten einen alten Kumpel getroffen. Es war erfrischend, sich mal wieder persönlich mit anderen als sich selbst zu unterhalten. Es mussten zwar (zur evtl. Rückverfolgung) Name und Adresse / Telefonnummer hinterlassen und der obligatorische Abstand von 1,50 Meter zu „Fremden“ eingehalten werden, aber es ist wenigstens ein bisschen „Normalität“ wahrnehmbar.

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Corona Diary

11. April 2020

Vorigen Monat habe ich mich zuletzt rasiert. Das ist jetzt 3 Wochen her und ich habe beschlossen, dass während der Corona-Pandemie mein Bartwuchs munter sprießen darf. Nur etwaige Korrekturen mit der Barschneidemaschine lasse ich zu.

Dieses Jahr Ostern wird anders als all die Jahre davor. Ostern bin ich alleine in meiner kleinen Kemenate, ohne meine Liebste. Wir telefonieren zwar täglich, aber das ersetzt keine gemeinsame Aktivitäten.

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7. April 2020

Für den heutigen Tag war ursprünglich ein Friseur-Termin vorgesehen. Da wegen der Coronakrise die Friseure aber geschlossen haben, lasse ich jetzt Haar und Bart einfach wachsen. Je länger die Pandemie dauert, um so länger werden die Haare und der Bart.

Bevor alle anderen die Getränkemärkte wegen Ostern stürmen, habe ich heute Vormittag meinen Wasservorrat aufgefüllt und 4 Kästen Mineralwasser käuflich erworben. Nebenbei habe ich noch das Altglas in den Container entsorgt und Lotto für die nächsten 5 Wochen abgegeben.

Was mir beim Einkaufen mit den Einschränkungen des Abstand Haltens während der Coronakrise besonders auffällt, sind die doofen, renitenten Rentner. Die stellen sich, um ein Pläuschchen miteinander zu halten, so vor die Einkaufswagen-Abstellfläche, dass kein Mensch mehr einen Einkaufswagen nehmen kann ohne die Abstandsregeln zu verletzten. Oder sie stehen in einer größeren Gruppe mitten im Eingangsbereich, so dass keiner mehr vorbeikommt. Und wenn dann jemand höflich darum bittet, doch bitte Platz zu machen, regen sich diese doofen, renitenten Rentner lautstark schimpfend auf.