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Corona Diary

15. Juni 2020

Jetzt – nach 3 Monaten Corona-Regeln – ist fast alles (mit Auflagen) wieder geöffnet, außer Diskotheken und Bordelle. Da fragt sich (IMHO zu Recht) Herr Lauterbach von der SPD: „Wer schützt jetzt die vielen Vernünftigen vor den wenigen Verantwortungslosen?“

Weiterhin gilt im öffentlichen Raum generell ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden, wird das Tragen von Alltagsmasken empfohlen. Im ÖPNV und Geschäften sind Masken Pflicht. In den eigenen vier Wänden gibt es keine Einschränkungen. Da muss jeder in Eigenverantwortung handeln. Ob es allerdings im Sinne des Infektionsschutzes sinnvoll ist zu Hause Partys oder Familienfeste zu feiern, mag dahingestellt sein.

Ich werde mich jedenfalls auch weiterhin an ein paar kleine Regeln halten:

  • Kontakte vermeiden und Abstand halten
  • in öffentlichen Innenräumen Mund-Nasen-Schutz tragen
  • regelmäßiges Händewaschen
  • Nies- und Husten-Netiquette beachten

Morgen soll dann auch die Corona-Warn-App veröffentlicht werden, eine Contact-Tracing-App, die dezentral erfasst, welche Smartphones einander nahegekommen sind und so Kontakte im Nachhinein nachverfolgen kann.

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29. Mai 2020

Jetzt leben wir schon einen Monat mit dem Mund-Nasen-Schutz in Bus, Bahn und Geschäften. Und wenn man so die Nachrichten liest, geht es wohl steil aufwärts. Der „Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen“ fordert die Öffnung von Bordellen. Man habe ein entsprechendes Hygienekonzept erarbeitet.

Nachdem ich die letzten 3 Monate (bis auf Discounter, Supermarkt und Arztpraxis) nur zu Hause war, findet jetzt auch wieder der Reha-Sport statt – nicht, wie üblich in einer Schul-Sporthalle, sondern im Vereinsheim des örtlichen Sportvereins. Heute haben wir allerdings wegen des warmen Wetters unter schattigen Bäumen auf dem Sportplatz trainiert. Aus einer Gruppe wurden zwei Gruppen mit je der halben Teilnehmeranzahl gebildet, sodass die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden können.

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22. April 2020

Mit einem Durchhalteappell an die Bürger hat Kanzlerin Merkel am Montag Disziplin bei der Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen angemahnt. Derweilen gehen die Öffnungsdiskussionsorgien der Landesfürsten munter weiter obwohl die Auswirkungen der jetzigen Lockerungen (teilweise Öffnungen des Einzelhandels) erst in 2 Wochen ersichtlich werden. In meinem kleinen Heimatkaff sind die Leute unter Außerachtlassens sämtlicher Corona-Abstandsregeln jedenfalls munter in der „City“ shoppen gegangen.

Die professionell genähte Gesichtsmaske, die ich Anfang des Monats in einer Maßhemdenschneiderei im Heimatkaff bestellt habe, ist heute angekommen. Ab nächste Woche besteht dann für alle die Pflicht zum Einkaufen und im ÖPNV solche sogenannten Alltagsmasken zu tragen. Dann dürfen auch größener Kaufhäuser (allerdings nur auf bis 800 m² Verkaufsfläche wieder öffnen.

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7. April 2020

Für den heutigen Tag war ursprünglich ein Friseur-Termin vorgesehen. Da wegen der Coronakrise die Friseure aber geschlossen haben, lasse ich jetzt Haar und Bart einfach wachsen. Je länger die Pandemie dauert, um so länger werden die Haare und der Bart.

Bevor alle anderen die Getränkemärkte wegen Ostern stürmen, habe ich heute Vormittag meinen Wasservorrat aufgefüllt und 4 Kästen Mineralwasser käuflich erworben. Nebenbei habe ich noch das Altglas in den Container entsorgt und Lotto für die nächsten 5 Wochen abgegeben.

Was mir beim Einkaufen mit den Einschränkungen des Abstand Haltens während der Coronakrise besonders auffällt, sind die doofen, renitenten Rentner. Die stellen sich, um ein Pläuschchen miteinander zu halten, so vor die Einkaufswagen-Abstellfläche, dass kein Mensch mehr einen Einkaufswagen nehmen kann ohne die Abstandsregeln zu verletzten. Oder sie stehen in einer größeren Gruppe mitten im Eingangsbereich, so dass keiner mehr vorbeikommt. Und wenn dann jemand höflich darum bittet, doch bitte Platz zu machen, regen sich diese doofen, renitenten Rentner lautstark schimpfend auf.

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17. März 2020

Heute morgen war ich bei Albrecht Discount ein paar frische Sachen einkaufen. Im Laden herrschte eine gespenstische Ruhe, die Leute hielten voneinander Abstand und einige telefonierten ständig mit dem Handy.