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11. Juni 2020

Heute vor genau 3 Jahren war für mich ein ganz denkwürdiger Tag. Da bin ich mit einem RTW gefahren. Seitdem habe ich keine Zigarette mehr geraucht und keinen Tropfen Alkohol zu mir genommen, dafür aber tausende Medikamente geschluckt. Jetzt bin ich froh, dass ich noch lebe und trotz der Corona bedingten Einschränkungen mein bescheidenes Leben genießen kann.

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2. Juni 2020

Heute habe ich mir zum ersten Mal im Leben die Haare selbst geschnitten – entstanden ist eine mit einer Bartschneidemaschine gezauberte „moderne“ 3 mm Kurzhaarfrisur. Es bedarf schon einiger Verrenkungen vor dem Badezimmerspiegel, um den Nacken auszurasieren und die Ohrhaare zu entfernen. Dafür ging der – in den letzten 3 Monaten gewachsenen Bart – bedeutend besser ab. Jetzt sieht er wieder wie ein ordentlicher 3-Tage-Bart aus.

In den vergangenen Pfingsttagen habe ich bei sonnigem Wetter eine Fototour mit meinem Tricycle-Pedelec durch’s Heimatkaff unternommen und beim anschließenden Kaffeetrinken im Stamm-Biergarten einen alten Kumpel getroffen. Es war erfrischend, sich mal wieder persönlich mit anderen als sich selbst zu unterhalten. Es mussten zwar (zur evtl. Rückverfolgung) Name und Adresse / Telefonnummer hinterlassen und der obligatorische Abstand von 1,50 Meter zu „Fremden“ eingehalten werden, aber es ist wenigstens ein bisschen „Normalität“ wahrnehmbar.

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29. Mai 2020

Jetzt leben wir schon einen Monat mit dem Mund-Nasen-Schutz in Bus, Bahn und Geschäften. Und wenn man so die Nachrichten liest, geht es wohl steil aufwärts. Der „Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen“ fordert die Öffnung von Bordellen. Man habe ein entsprechendes Hygienekonzept erarbeitet.

Nachdem ich die letzten 3 Monate (bis auf Discounter, Supermarkt und Arztpraxis) nur zu Hause war, findet jetzt auch wieder der Reha-Sport statt – nicht, wie üblich in einer Schul-Sporthalle, sondern im Vereinsheim des örtlichen Sportvereins. Heute haben wir allerdings wegen des warmen Wetters unter schattigen Bäumen auf dem Sportplatz trainiert. Aus einer Gruppe wurden zwei Gruppen mit je der halben Teilnehmeranzahl gebildet, sodass die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden können.

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25. Mai 2020

Wie „normal“ läuft mein Tag während der Caronakrise?

Morgens stehe ich so zwischen 6°° und 7°° Uhr auf. Dann öffne ich, nach dem Toilettengang, erst einmal die Balkontüre, um frische Luft in die Kemenate hineinzulassen. In der Küche wird die Kaffeemaschine angeschmissen, eine Schnitte Brot mit Marmelade geschmiert, der Frühstückstisch gedeckt und meine medizinischen Geräte und Medikamente zurechtgelegt. Dann wird gemütlich gefrühstückt, Blutdruck gemessen und reichlich Medikamente eingeworfen. So gestärkt begrüße ich jeden Morgen die Liebste mit einer SMS.

Den restlichen Kaffee trinke ich beim Studium meines RSS-Readers sowie der Social-Media-Kanäle am Rechner. Nebenbei checke ich noch meine Mailboxen und Weblogs und lösche alle Spammails und Spamkommentare. Nach dem Besuch der Nasszelle ist jeden Tag ein bisschen Hausarbeit angesagt – aufräumen, putzen, staubsaugen, staubwischen, Wäsche waschen, bügeln usw. und danach wird das Mittagessen vorbereitet und gekocht. Einmal in der Woche fahre ich mit dem Auto den Wocheneinkauf erledigen.

Nach dem Mittagessen schaue ich im Hardware-Briefkasten nach Werbung, Rechnungen und was sonst noch so darin landet. Das Geschirr wird erst nach dem obligatorischen Mittagsschlaf (aber nicht jeden Tag) gespült. Nachmittags radel ich auch ab und zu mit dem Tricycle-Pedelec auf Fototour durch’s Heimatkaff oder genieße den Nachmittagskaffee auf dem Balkon.

Vor der „Aktuelle Stunde“ im Fernsehen esse ich noch leckere Schnittchen zum Abendbrot. Danach sehe ich ein wenig fern oder streame einen unterhaltsamen Film und telefoniere (das Highlight am Tag) mit der Liebsten. So zwischen 22°° und 23°° Uhr geht’s dann ab in die Poofe.

Es ist also (fast) alles wie sonst, nur dass ich die Liebste seit Monaten nicht mehr gesehen und gespürt habe. Die Sehnsucht ist halt groß.

Corona ist doof.

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16. Mai 2020

Gestern habe ich meine strubbeligen Haare und meinen sprießenden Bart ein wenig mit der Haarschneidemaschine in Form gebracht. Auch wenn die Friseure schon wieder geöffnet haben, warte ich noch einige Zeit bis zum nächsten Friseurtermin.

Ab heute darf die Bundesliga wieder Fußball spielen. Nach den Corona-Regeln für diese Geisterspiele sind Rudelbildung und spucken verboten. Na, da lass‘ ich mich mal überraschen, ob das mit dem nicht spucken klappt.

Nachdem die Zahl der Neuinfektionen auf einen stabilen niedrigen Wert ist, öffnen so nach und nach auch die europäischen Grenzen wieder und das Reisen soll dann auch wieder erlaubt sein. Ferienwohnungen und Campingplätze sind schon (mit Auflagen) geöffnet und Hotels sollen auch wieder öffnen.

Das öffentliche Leben erwacht allmählich, noch eingeschränkt mit Abstand zueinander und Mundschutz. Es finden in allen größeren Städten Demonstrationen der »rücksichtslosen Impfgegnerhippies« und der »rechtsradikalen Verschwörungstheoretiker« gegen die Corona-Auflagen statt. Und dazu gesellen sich dann noch diverse Gegendemos.

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9. Mai 2020

Die „verantwortungsvolle Normalität“ hat einen Dämpfer bekommen. Den Leuten sind die Corona-Regeln lästig, sie demonstrieren ohne die Abstandsregeln einzuhalten zusammen mit Nazis und die absurdesten Verschwörungstheorien machen die Runde.

Die Reproduktionszahl ist wieder über 1 gestiegen.

Und jetzt fällt auch noch ganz plötzlich auf, dass in der Fleischindustrie Sklaven den Kapitalismus aufrechterhalten. Vor der Corona-Pandemie war das egal, aber jetzt ist die Ansteckungsgefahr in den menschenunwürdigen Wohnverhältnissen der Sklaven das große Problem.