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Corona Diary

Prolog

Ich hab‘ dann mal so ein Corona Tagebuch gebastelt, um – falls ich’s überlebe – Recherchematerial für meine Biografie zu haben.

Und falls ich’s nicht überlebe, sind meine letzten Tage wenigstens für die Nachwelt schriftlich festgehalten.

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22. Januar 2021

Der Lockdown mit den bisher beschlossenen Kontaktbeschränkungen wird bis min. 14. Februar 2021 verlängert. Außerdem ist in Geschäften und dem ÖPNV das Tragen von medizinischen Masken (OP- oder FFP2-Masken) Pflicht. Arbeitgeber müssen (wo es möglich ist) Home-Office anbieten.

Nachdem der Reha-Sport seit letztem Sommer nicht mehr stattfindet, habe ich heute wieder mit dem häuslichen Sport angefangen. Das erste Training bestand aus 5 Minuten Aufwärmen, 10 Minuten Gymnastik und 5 Minuten Entspannungsübungen. Dabei kontrolliere ich zwischen den Trainingseinheiten, wie ich es im Reha-Sport gelernt habe, meinen Puls. Mein nächstes Ziel ist es, diese Einheiten so nach und nach um das 3-fache zu steigern, sodass ich auf 1 Stunde Sport pro Woche komme.

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10. Januar 2021

Die bisher geltenden Beschränkungen werden bis Ende Januar verlängert, d. h. Gastronomie, Einzelhandel (außer Lebensmittelläden) und Kitas (bis auf eine Notbetreuung) bleiben weiterhin zu, Schulen kehren wieder zum Distanz-Unterricht zurück. Neu ist, dass man sich nur noch mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und maximal einer weiteren Person treffen darf.

Es geht darum, soziale Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Ich habe schon lange mein absolutes Minimum erreicht. Es gibt nur eine Person, zu der ich Kontakt habe – die Liebste.

Außerdem können die Kommunen bei einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern Bewegungseinschränkungen beschließen (man darf sich nur noch in einem Radius von 15 Kilometern um den Wohnort bewegen). Jetzt warte ich mal den Januar ab, wie sich das Infektionsgeschehen entwickelt. Die Auswirkungen des Verhaltens der Menschen über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel wird ja erst ab Mitte Januar sichtbar.

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3. Januar 2021

Die Weihnachtstage habe ich mit der Liebsten in der Ferienwohnung verbracht. Wir hatten uns wegen Corona schon 3 Monate nicht mehr persönlich gesehen und hatten uns deshalb viel zu erzählen. Den Jahreswechsel haben wir zu zweit mit Musik, Sekt und alkoholfreiem Gerstensaft in der Stadtwohnung gefeiert – ohne Böller und ohne Raketen, wie jedes Jahr.

Am 2. Weihnachtstag und in den Folgetagen sind die ersten Hochbetagten sowie Pflegekräfte in den Altenheimen gegen Corona geimpft worden. Die Impfzentren der Städte und Kreise sind ja schon seit Mitte Dezember 2020 einsatzbereit. Die Produktion und Verteilung der Impfstoffe läuft so langsam an.

Jetzt warten alle auf verlässliche Zahlen, wie sich das Pandemiegeschehen über die Feiertage und den Jahreswechsel entwickelt hat. Der seit Mitte Dezember verkündete Lockdown war ja bis zum 10. Januar begrenzt. Nach dem, was bisher bekannt ist, wird der Lockdown aber verlängert. Es fragt sich nur, wie lange. Wenn ich das ganze Drumherum und das Verhalten der Leute so betrachte, wird der Lockdown wohl bis in den Mai hinein vonnöten sein.

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16. Dezember 2020

Ab heute müssen – wie schon im März – wieder alle Geschäfte schließen, bis auf Lebensmittelläden und Geschäfte, die Waren des täglichen Bedarfs verkaufen. Und auch die Friseure müssen dicht machen, nur Lieferdienste sind erlaubt. In Schulen endet der Präsenzunterricht und in Kitas wird nur noch eine Notfallbetreuung aufrechterhalten. Der Verkauf von Böllern ist untersagt und an Silvester (und Neujahr) gilt ein Versammlungsverbot. Zitat Deutsche Umwelthilfe: „Erstmals stoppt die Bundesregierung den bisherigen irren Brauch, zum Jahreswechsel Sprengstoff in die Hände von Betrunkenen zu geben.“ Des Weiteren ist der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit untersagt.

Jetzt bleibt der Politik – als Steigerung der zu treffenden Maßnahmen – nur noch die nächtliche oder generelle Ausgangssperre und das Separieren der Alten und Kranken. Es wird immer deutlicher, dass (wie ich schon Ende Oktober schrieb) Politik, Verwaltung und Bevölkerung mit der Bewältigung dieser Krise überfordert sind und mit der Verfügbarkeit eines Impfstoffs das Virus noch lange nicht besiegt ist.

Es steht uns noch ein ereignisreiches Jahr 2021 bevor.

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8. Dezember 2020

Die Zahlen steigen wieder. In Duisburg sind die Intensivstationen der Krankenhäuser zu über 90 % belegt.

Es wird in der Politik heiß diskutiert, noch vor Weihnachten neben Gastronomie und Kultur auch alle Geschäfte (außer Lebensmittelläden) zu schließen und eine nächtliche Ausgangssperre zu verhängen.

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26. November 2020

So, nun ist es amtlich. Der Teil-Lockdown – der zunächst bis Ende November galt – wird verlängert. Bis Weihnachten bleiben weite Teile des öffentlichen Lebens geschlossen und private Zusammenkünfte werden weiter verschärft. Das sind überwiegend Maßnahmen, die nur schwer bis gar nicht kontrolliert werden können. In Geschäften dürfen sich weniger Personen aufhalten und die Pflicht zum Tragen eines Mund-/Nasenschutzes wird ausgeweitet. Die Weihnachtsferien werden verlängert und bis dahin wird ein sogenannter Hybrid-Unterricht mit kleineren Kassen möglich sein. Für die Feiertage vom 23. Dezember bis 1. Januar sind Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen vorgesehen, es soll sich aber nur der engste Familien- oder Freundeskreis treffen.

Im Endeffekt geht es – meines Erachtens – in erster Linie ums Geld. Deshalb hat dieser verlängerte Teil-Lockdown auch nur relativ milde Verbote (gegenüber dem restlichen Europa um uns herum). In Deutschland setzt die Politik zunächst auf die Eigenverantwortung, Geduld, Solidarität und Disziplin eines jeden Einzelnen.

Da bleibt für mich nichts anderes übrig, als noch mehr das Verhalten meiner Mitmenschen im Blick zu haben und auf soziale Kontakte zu verzichten. Also bleibe ich weiterhin überwiegend zu Hause, gehe nur zu verkehrsarmen Zeiten mit genügend Abstand zu anderen Menschen einkaufen oder spazieren und habe ansonsten – bis auf erforderliche Arztbesuche – keinerlei persönliche Kontakte zu anderen Menschen. Bis auf Weihnachten und Silvester, da bin ich (nach 3 Monaten) wieder mit der Liebsten zusammen.

Mitte Januar nächsten Jahre werden wir dann an den Corona-Zahlen sehen, wie es mit der Eigenverantwortung, Solidarität und Disziplin der Menschen über die Feiertage ausgesehen hat. Ich befürchte, dass dann die Zahlen in die Höhe geschnellt sind und der erste richtige Lockdown ausgerufen wird.

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22. November 2020

Mittlerweile wird es im Gesundheitswesen immer enger. Die Intensiv-Stationen der Krankenhäuser stoßen allmählich an ihre Grenzen, die Zahl der Infizierten ist nach wie vor sehr hoch und die Todesfälle auf Grund von Covid-19 steigen. Das größte Problem ist das fehlende Fachpersonal im Gesundheitswesen. Es zeigt sich hier (und auch im Rest der Wirtschaft), dass den (nur kaufmännisch denkenden) Lenkern so langsam das Fachpersonal ausgeht. Jetzt, in der Pandemie, wird der wahre Zustand unserer Gesellschaft sichtbar.

Mein persönliches Fazit:

Wir befinden uns in einer zeitlich nicht absehbaren Krise. Politik, Verwaltung und Bevölkerung sind mit der Bewältigung dieser Krise überfordert. Viele Menschen sind zu bequem, zu dumm und/oder zu egoistisch, die Tragweite der Corona-Pandemie zu erkennen.

Das Jahr 2020 ist nur das Training für das Jahr 2021.